Stadtmittelpunkt: Der St.-Paulus-Dom

Die heutige Gestalt des Domes ist im wesentlichen ein Werk des 13. Jahrhunderts.
Rund 40 Jahre dauerte es, ehe der wuchtige Bau mit seinem massiven Westwerk, dem basilikalen Mittelschiff an der Schwelle von der Romantik fertiggestellt war.
Man betritt den Dom von Süden her durch das Paradis mit den Figuren der Apostel und des Weltenherrschers im Inneren und den Bildern von dem zerstörten Gotteshaus an der Wand. Der gewaltige Innenraum zeugt von einer erhabenen Schlichtheit und gehört zu den am reichsten ausgestatteten Domen.

Von dem ehemaligen Schmuck der Kirche sind erhalten:

  • die überlebensgroßen Figuren der vier Evangelisten an den Vierungspfeilern
  • das bronzene Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert
  • die mächtige Christophorus-Figur mit dem (echten!) Baum in der Hand
  • die astronomische Uhr im Chorumgang, einem Wunderwerk des Spätmittelalters.

Nicht nur die äußere und innere Monumentalität des Domes verdient Aufmerksamkeit, auch die unmittelbare Umgebung birgt Reizvolles. Bei einem Rundgang um das Gotteshaus fällt an den östlichen Kapellen eine lebensgroße Statue Kardinals von Galen auf, die unter den Linden des Domplatzes ihren Standort gefunden hat.

Etwas weiter kommt man zum Horsteberg, einem der ältesten Teile der Stadt, dessen Bebauung noch heute einen Eindruck vom vergangenen Münster vermittelt. Hier befindet sich auch der Neubau der Domkammer, in dem die Hauptreliquien des Domes, das goldene Kapitelkreuz und die Kopfreliquie des hl. Paulus aus dem 11. Jahrhundert und eine reichhaltige Sammlung liturgischer Gewänder zeigt. Neuerdings ist auch wieder der Gartensaal des Bischöflichen Hofes zu Münster zugänglich, der ganz mit Delfter Kacheln von ungewöhnlicher Größe ausgestattet ist (di-sa 10-12 Uhr, 14-18 Uhr, so und feiertags 14-18 Uhr).