Münsters "Gute Stube": Der Prinzipalmarkt

Es ist schon etwas Besonderes um den Prinzipalmarkt, jene Straße, die mit Fug und Recht Münsters Zentrum genannt werden kann. Die berühmten hohen schmalen Giebelhäuser mit Bogengängen, die auf wuchtigen Säulen ruhen, rahmen diesen "schönsten Freilichtsaal" der Welt ein, wie ihn Ricarda Huch einmal genannt hatte.

Die Häuser sind Ausdruck stolzen Bürgersinns, der die reichen münsterschen Kaufleute ihre Kontore unmittelbar am Rand der Domfreiheit errichten ließ. Die Sandsteinfassaden der ältesten Marktstraße Münsters waren 1945 fast ausnahmslos zertrümmert. Der Wiederaufbau geschah in Anlehnung an die alten Formen, der das einzigartige Gesamtbild wiederherstellte.

Die "Gute Stube" nennen die Münsteraner liebevoll ihren Prinzipalmarkt und schließen auch gleich die angrenzenden Straßenzüge, die Rothenburg, Drubbel, Roggenmarkt und Bogenstraße mit ein. In den angrenzenden Straßenzügen und den beiden Fußgängerzonen Salzstraße und Ludgeristraße zeigt sich die Einkaufsstadt von ihrer anspruchsvollsten Seite und lädt mit exklusiven Geschäften und großen Kaufhäusern zum Einkaufsbummel ein.