Seit 1954 steht er am Albersloher Weg und prägt mit seiner speziellen Silhouette und seiner Höhe von 50 Metern das münsterische Stadtbild: Der Gasometer. Ab 2005 soll Münsters altgedienter Erdgasspeicher aber endgültig "in Rente" gehen.
Ein neues unterirdirsches Erdgas-Röhrenlager bei Albachten, das dann für die Erdgas-Versorgung der Münsteraner/innen sorgen soll, macht ihn entbehrlich. Oder in Zahlen ausgedrückt: Der Gasometer hat ein Fassungsvermögen von gut 60.000 Kubikmetern, das neue unterirdische Röhrenlager bei Albachten kommt auf 250.000 Kubikmeter.
Bei dem Gasometer handelt es sich um einen so genannten "Glockengasbehälter", der nur durch den Innendruck hoch gehalten wird. Die Glockenkonstruktion wiegt rund 800 Tonnen. Wird das Gas abgelassen, schrumpft der Gasometer zusammen bis auf seine Sockelhöhe von 12 Metern. Im Sockel befindet sich Wasser, und zwar insgesamt fast 30.000 Kubikmeter. Das ist mehr Wasser als in allen städtischen Freibädern zusammen. Zum Vergleich: selbst das größte Becken im größten Freibad (Hiltrup) kommt nur auf 1.600 Kubikmeter. Der Glockenbehälter taucht in dieses Wasserbassin und bildet so einen Speicherraum für das Gas.
Da der Gasometer seit seiner Erbauung noch nie außer Betrieb war,befinden sich auf dem Boden des Bassins Verunreinigungen aus 5 Jahrzehnten. Diese Tatsache und das Alter von fast 50 Jahren machen deutlich, dass hier in Kürze erhebliche Renovierungsmaßnahmen anstehen werden.
Trotzdem soll das Gebäude nicht abgerissen werden:Als ein Wahrzeichen Münsters, zusätzlich eines der letzten seiner Art in Westfalen, soll der Gasometer unter Denkmalschutz gestellt werden. Das entsprechende Verfahren ist bereits eingeleitet worden.
Doch noch ist nicht geklärt, was mit dem Gasometer nach seiner "aktiven Zeit" konkret passieren soll. Es gab bereits Workshops und Diskussionsrunden über verschiedene Nutzungsmöglichkeiten, aber bis jetzt liegen noch keine Pläne für den zukünftigen Gebrauch des alten Erdgasspeichers auf dem Tisch.
Deshalb sind Sie an dieser Stelle gefragt:
Wie könnte das Gebäude nach der Renovierung genutzt werden? Beweisen Sie Ihre Kreativität, lassen Sie Ihrer Phantasie feien Lauf und beeindrucken Sie uns in unserem Forum mit Ihren Vorschlägen!
Das Projekt "Stadtgespräch" ist eine Aktion des Vereins "Bürgernetz - büne e.V.".
Der Gasometer am Albersloher Weg geht 2005 in Rente:
Jetzt werden neue Möglichkeiten für eine weitere Nutzung gesucht, denn der altgediente Erdgasspeicher soll nicht abgerissen, sondern unter Denkmalschutz gestellt werden.
Hier finden Sie eine Zusammenfassung aller bisher in unserem Forum gemachten Vorschläge zur weiteren Nutzung des Gasometers.
Und hier sind SIE auch weiterhin gefragt:
Welche Nutzungsvarianten könnten Sie sich für den Gasometer zukünftig vorstellen? In unserem Diskussionsforum können Sie Ihrer Phantasie freien Lauf lassen!
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Beispiele für neue Nutzungen von ehemaligen Gasometern: